BayernSöder eröffnet bayerischen "Walk of Fame"

Bayerns Ministerpräsident hat eine neue Idee umgesetzt, um herausragende Persönlichkeiten zu ehren. Wer die ersten beiden Geehrten sind und warum sie verewigt werden.
München (dpa/lby) - Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nennt ihn den bayerischen "Walk of Fame": Im Freistaat werden herausragende Persönlichkeiten aus Bayern jetzt mit einem Stern auf einem neuen sogenannten Bayerischen Ehrenweg gewürdigt, quasi genauso wie in Hollywood. Söder enthüllte nun die ersten beiden Sterne - in einem Säulengang, der direkt an die Staatskanzlei angrenzt.
Zum einen wurde die Holocaust-Überlebende und Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, auf dem Ehrenweg verewigt. "Charlotte Knobloch steht nach den erlittenen Gräueln in der NS-Zeit wie kaum eine andere für Vergebung und den Wiederaufbau jüdischen Lebens. Sie ist Bayerns Stimme und Gewissen gegen Rassismus und Antisemitismus", argumentierte Söder in einem Beitrag in den sozialen Medien.
Der zweite Stern trägt den Namen von Herzog Franz von Bayern, dessen Haus Wittelsbach bis heute für Bayern prägend sei und der das moderne Bayern geprägt habe, sagte Söder im Beisein der beiden Geehrten. Mit ihrer Geschichte seien die beiden Vorbilder für Bayern. "Deswegen finde ich, sind die beiden Jahrhundertpersönlichkeiten von und für Bayern, die gut hierher passen."
Die Anregung für den bayerischen "Walk of Fame" sei aus der Kunst- und Kulturszene, sagte Söder. Platz sei für 43 Sterne. Das habe man bereits gemessen.