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HessenDrei Festnahmen nach Schockanruf bei Seniorin

21.10.2026, 17:21 Uhr
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Um ihre Tochter vor einem angeblichen Gefängnisaufenthalt zu bewahren, sollte eine 73-jährige Frau in Hadamar eine Kaution zahlen. Ihr Sohn schöpfte Verdacht – und die Polizei griff ein.

Limburg (dpa/lhe) - Wegen sogenannter Schockanrufe sind in Hadamar drei Verdächtige im Alter von 22 bis 54 Jahren festgenommen worden. Das teilte die Polizei mit. Eine 73-jährige Frau aus Hadamar (Kreis Limburg-Weilburg) sei auf ihrem Festnetztelefon von einer unbekannten Person angerufen worden. Die Anruferin gab sich als Polizeibeamtin aus.

Im Verlauf des Telefonats am frühen Dienstagabend wurde der älteren Dame vorgetäuscht, ihre Tochter habe eine Person angefahren - und damit sie nicht ins Gefängnis müsse, sei eine Kaution fällig. Die vermeintliche Polizeibeamtin erkundigte sich den Angaben zufolge nach den Wertgegenständen der 73-Jährigen und kündigte an, diese abholen zu wollen.

Übergabe mit Polizei

Der Sohn der älteren Dame erkannte die Betrugsmasche und wandte sich an die Polizeistation in Limburg. Bei der Übergabe eines präparierten Stoffbeutels ohne Inhalt wurden zwei Beschuldigte festgenommen. Der dritte Verdächtige wurde nach einer Flucht mit einem Fahrzeug schließlich ebenfalls gefasst.

Es wird wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betruges ermittelt. Die Beschuldigten sollten am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden.

Wie man sich vor diesen Betrügern schützen kann

Wie lässt sich verhindern, Opfer eines solchen Betrugs zu werden? Die Beamten schreiben: "Die Polizei wird niemals Bargeld oder Wertgegenstände bei Ihnen abholen oder zur Sicherung entgegennehmen." Auch Staatsanwaltschaften oder andere Behörden fordern niemanden telefonisch dazu auf, Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zur Abholung bereitzulegen oder an unbekannte Personen zu übergeben.

"Werden Sie von einer angeblichen Polizeibeamtin oder einem angeblichen Polizeibeamten angerufen und nach persönlichen Daten, Vermögenswerten oder anderen sensiblen Informationen gefragt, beenden Sie das Gespräch."

Quelle: dpa

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