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Mecklenburg-VorpommernGetränke-Unternehmen: Zuckersteuer trifft Wirtschaft schwer

16.10.2026, 06:50 Uhr
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(Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa)

Getränkehersteller kritisieren die geplante Zuckersteuer und den Zeitplan. In so kurzer Zeit kaum zu schaffen, bemängelt die HassiaGruppe, die auch in MV bekannte Marken führt.

Bad Doberan/Bad Vilbel (dpa/mv) - Die vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachte Extra-Steuer auf Getränke mit Zuckerzusatz ist nach Einschätzung des Getränkeherstellers Hassia zum 1. Juli 2027 nicht umsetzbar. Dies sei faktisch nicht realisierbar, teilte das Unternehmen, zu dem in MV die Marken Glashäger und Güstrower Schlossquell gehören, auf Anfrage mit.

"Der ursprünglich vorgesehene Start zum 1. Januar 2028 hätte den Unternehmen ausreichend Zeit für die erforderlichen Umstellungen gegeben. Die nun beschlossene Vorverlegung trifft die Wirtschaft in einer ohnehin angespannten Marktsituation schwer. Sie schafft zusätzliche Belastungen und macht eine geordnete Umsetzung der Anforderungen kaum noch möglich", sagte Stefan Müller, Geschäftsführer Marketing HassiaGruppe.

Zusätzliche Kosten

Selbstverständlich werde man die Entscheidung der aktuellen Bundesregierung respektieren. Die Ausgestaltung der Steuer müsse aber so unbürokratisch wie möglich erfolgen. Das derzeit diskutierte Modell schaffe keinen Mehrwert für Verbraucher oder Staat, verursache jedoch erhebliche Investitions- und Verwaltungskosten in den betroffenen Unternehmen. Zu Hassia gehören auch Marken wie Bionade und Vita Cola.

Mit der Zuckersteuer könnten vor allem Softdrinks für die Verbraucher teurer werden. Der Beschluss im Bundestag steht allerdings noch aus. Die neue Steuer soll auf gezuckerte Getränke mit einem Gesamtzuckergehalt von mindestens fünf Gramm pro 100 Milliliter anfallen. Laut Finanzministerium sind das zum Beispiel Limonaden, Eistees, Energydrinks und Fruchtsaftgetränke mit Zuckerzusatz.

Quelle: dpa

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