Nordrhein-WestfalenVorfälle in NRW: Schüsse auf Geschäfte und Wohnhäuser

In Köln, Troisdorf und Bielefeld schießen Unbekannte auf Gebäude. Verletzt wird niemand. In Bielefeld werden die Betroffenen nach den Schüssen jedoch bedroht und es gibt eine Forderung.
Köln/Troisdorf/Bielefeld (dpa/lnw) - Innerhalb weniger Tage sind in Nordrhein-Westfalen an mehreren Orten Schüsse auf Gebäude abgegeben worden. Betroffen waren nach Polizeiangaben ein Geschäft in der Kölner Innenstadt, ein Wohnhaus in Troisdorf sowie ein Firmengebäude und ein Wohnhaus in Bielefeld. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.
In Köln meldete ein Zeuge gegen 5.45 Uhr eine beschädigte Fensterfront an einem Laden in der Innenstadt. Die Einsatzkräfte fanden dort mehrere Einschusslöcher. Wann genau geschossen wurde, ist laut Polizei noch unklar. Es gebe bislang keine Hinweise von Zeugen, dass in der Nacht Schüsse zu hören waren. Die Spurensicherung war am Morgen vor Ort.
In Troisdorf wurde in der Nacht auf ein Wohnhaus geschossen. Ein 48-jähriger Bewohner, der mit seiner Frau und den beiden Kindern im Haus war, hörte die Schüsse, wie die Polizei mitteilte. Die Hintergründe sind noch unklar. Eine Mordkommission ermittelt.
Serie in Bielefeld
Eine ganze Serie solcher Taten beschäftigt die Polizei in Bielefeld. Am Montag fielen dort zwei weitere Male Schüsse auf leere Gebäude. Gegen 0.10 Uhr wurde laut Polizei ein Firmengebäude für Autovermietungen an der Krackser Straße getroffen. Gegen 20.10 Uhr schoss ein Unbekannter mehrfach auf das Wohnhaus eines Geschäftsmannes, dessen Geschäftsräume schon früher beschossen worden waren.
Insgesamt zählt die Bielefelder Polizei bislang acht solcher Taten bei vier Geschädigten. Nach bisherigen Erkenntnissen richten sie sich gezielt gegen Geschäfts- und Wohnräume von Bielefelder Geschäftsleuten. Nach den Schüssen seien die Opfer bedroht worden, außerdem sei Geld gefordert worden.
Eine unmittelbare Gefahr für Unbeteiligte besteht laut Polizei weiterhin nicht. Eine Ermittlungskommission arbeitet an dem Fall. Der Schutz der Bedrohten und der Gebäude wird nach Angaben der Polizei laufend überprüft und angepasst.
Bereits Ende September und Anfang Oktober hatte die Bielefelder Polizei von Schüssen auf Geschäfte berichtet, darunter ein Juweliergeschäft und ein Autohaus. Für die Taten vom Montag sucht sie Zeugen. Einen Tatverdächtigen beschreibt sie als vermummt, mit schwarzem Kapuzenpullover, heller Daunenweste, heller Hose und dunklen Schuhen. Ein Zeuge sah zudem einen rund 1,75 Meter großen Mann in schwarzer Jacke.