Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalts SPD bedauert Bas-Rücktritt

Was sagt die SPD in Sachsen-Anhalt zum Rücktritt von Bärbel Bas? Katja Pähle äußert Dank und Respekt - und kritisiert den Koalitionspartner.
Magdeburg (dpa/sa) - Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als SPD-Bundesvorsitzende und als Bundesarbeitsministerin haben Sachsen-Anhalts Sozialdemokraten ihr Bedauern und Mitgefühl geäußert. Der Rücktritt mache "traurig und nachdenklich", sagte die Fraktionsvorsitzende Katja Pähle. Bas habe mit großem Einsatz, klarer Haltung und einem Gespür für die Sorgen der Menschen gearbeitet, hieß es. "Sie hat in beiden Ämtern hervorragende Arbeit geleistet. Dafür sind wir ihr außerordentlich dankbar", so Pähle.
Es herrscht Respekt vor der Entscheidung, wie es hieß. "Bärbel Bas benennt ausdrücklich die fortgesetzten öffentlichen Angriffe aus den Reihen des Koalitionspartners. Das wiegt schwer. Wer sie selbst in einer Zeit persönlicher Trauer öffentlich unter Druck gesetzt hat, kann sich jetzt nicht mit freundlichen Worten aus der Verantwortung stehlen. Politischer Streit gehört zur Demokratie. Anstand und Menschlichkeit ebenso", sagte Pähle.
"Wir müssen hart über politische Fragen streiten können. Aber dabei dürfen wir den Menschen hinter dem Amt nicht aus dem Blick verlieren. Das gilt für die Politik ebenso wie für die Öffentlichkeit." Bas (58) hatte ihren Rücktritt in einer öffentlichen Mitteilung mit dem Tod ihrer Stieftochter und mit öffentlichen Angriffen auf sich, auch aus den Reihen des Koalitionspartners, der Union, begründet.