Berlin & BrandenburgBarberini plant internationale Schau zum Zehnjährigen

Monet, Morisot, Renoir: Zum Jubiläum holt das Barberini Kunst aus Museen und Privatsammlungen nach Potsdam, einiges ist nur selten zu sehen. Mehr als 100 Werke reisen aus vielen Ecken der Welt an.
Potsdam (dpa/bb) - Das Museum Barberini feiert sein zehnjähriges Bestehen im kommenden Jahr mit einer großen Impressionismus-Ausstellung und einem internationalen Forschungsprojekt. Für die Schau "Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk" werden nach Museumsangaben mehr als 100 Werke aus Museen und Privatsammlungen nach Potsdam geholt. Einige von ihnen sind demnach selten zu sehen. Sie zeichnen den Aufstieg des Impressionismus nach und haben einen Schwerpunkt auf dem Werk Claude Monets.
Die Schau soll vom 7. November 2026 bis 21. Februar 2027 in Potsdam zu sehen sein. Das Barberini kündigt eine lange Liste an Werken aus vielen Ecken der Welt an: etwa Claude Monets "Bazille und Camille" (1865, National Gallery of Art, Washington), "Das Dampfschiff" von Berthe Morisot (1875, Privatsammlung) und "Junge in den Blumen" von Édouard Manet (1876, National Museum of Western Art, Tokio).
Ein Forschungsprojekt, ein Schul-Mobil und noch drei Ausstellungen
Zugleich soll die digitale Plattform "Networks of Impressionism" künftig Informationen zu Kunstwerken und ihren Besitz- und Wirkungsgeschichten weltweit verknüpfen. Das Museum Barberini baut sie gemeinsam mit internationalen Partnermuseen zum Impressionismus und Postimpressionismus auf und will so Daten zu rund 20.000 Werken zusammenführen.
Mit dem "Barberini Mobil" will ab Januar ein Team aus Kunstvermittlern Schulen in Brandenburg und Berlin besuchen. Im Jubiläumsjahr 2027 sind zudem Ausstellungen zum katalanischen Modernismus ("Barcelona moderna. Von Gaudí bis Picasso") zur Künstlerin Marie Laurencin ("Marie Laurencin. Rollenspiel") sowie zum Künstler Félix Vallotton ("Félix Vallotton. Sehnsucht und Verführung") geplant.
Das Museum Barberini in Potsdam gilt als Publikumsmagnet. Es wurde von dem Kunstmäzen und Software-Milliardär Hasso Plattner gegründet. Er hat eine Sammlung französischer impressionistischer und postimpressionistischer Malerei aufgebaut, die heute 115 Werke umfasst. Seit 2020 bildet sie das Zentrum der Dauerausstellung. Mehr als drei Millionen Menschen haben das Museum nach eigenen Angaben seit seiner Gründung besucht.