Hamburg & Schleswig-HolsteinFalscher Notruf soll Verkehrskontrolle gestoppt haben

Während ein 20-Jähriger kontrolliert wurde, meldete ein Notruf einen Überfall auf dem Marktplatz. Warum die Polizei nun einen Jugendlichen aus dem kontrollierten Wagen verdächtigt.
Bad Schwartau (dpa/lno) - Mit einem fingierten Anruf soll ein 17-Jähriger versucht haben, eine Verkehrskontrolle in Bad Schwartau (Kreis Ostholstein) zu stören. In dem Anruf wurde laut Polizei eine Straftat beschrieben, die es nicht gegeben hatte.
Bei der Kontrolle am Dienstag war ein 20-Jähriger wegen des Verdachts des Fahrens ohne Führerschein kontrolliert worden. Während der Maßnahme ging bei der Regionalleitstelle ein Notruf ein. Demnach sollte eine ältere Frau auf dem Markplatz in Bad Schwartau mit einem Messer bedroht und ausgeraubt werden. Die Einsatzkräfte beendeten daraufhin die Verkehrskontrolle und begaben sich zum vermeintlichen Tatort.
Vor Ort konnten die Beamten jedoch weder eine geschädigte Person noch Hinweise auf eine Straftat feststellen. Im Zuge der Ermittlungen ergab sich der Verdacht, dass der Notruf bewusst abgesetzt worden sein könnte, um die laufende Verkehrskontrolle zu unterbrechen. Dabei geriet der 17-Jährige unter Verdacht, der sich in dem kontrollierten Fahrzeug aufgehalten hatte.
Das Mobiltelefon des Jugendlichen wurde sichergestellt. Gegen ihn wird wegen Verdachts des Missbrauchs von Notrufen und des Vortäuschens einer Straftat ermittelt.