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SachsenWeltweite Sicherheitslücke - dresden.de abgeschaltet

21.10.2026, 16:45 Uhr
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Kriminelle könnten über eine Schwachstelle die Kontrolle über Webseiten übernehmen. Dresden zieht deshalb den Stecker - Ämter sind aber erreichbar und Termine bei den Behörden finden statt.

Dresden (dpa/sn) - Nach der neu entdeckten weltweiten Sicherheitslücke hat die Stadt Dresden ihren Internetauftritt vorsorglich abgeschaltet. Die Webseite und alle weiteren städtischen Seiten sind bis voraussichtlich Donnerstag nicht erreichbar, wie die Stadt mitteilte. Bereits vereinbarte Termine finden demnach wie geplant statt. Die Ämter und Einrichtungen bleiben weiterhin per E-Mail und Telefon erreichbar.

Sicherheitslücke in Programmiersprache PHP

Hintergrund ist eine schwerwiegende Sicherheitslücke, die weltweit das Fundament zahlreicher Webseiten und Onlinedienste ins Wanken bringt. Betroffen ist die weit verbreitete Programmiersprache PHP, auf der ein Großteil des gesamten Internets basiert. Auch die Webseiten der sächsischen Landeshauptstadt nutzen diese.

Wie unter anderem das IT-Sicherheitsunternehmen Huntress, das Computer Emergency Response Team des Bundes (CERT) sowie das offizielle PHP-Sicherheitsteam berichten, handelt es sich um eine akute Notfallsituation. Kriminelle Akteure können die Schwachstelle ausnutzen, um aus der Ferne eigenen Schadcode auf den betroffenen Servern auszuführen.

In der Praxis ermöglicht dies Angreifern, die vollständige Kontrolle über eine Website zu übernehmen, sensible Kundendaten abzugreifen oder die Infrastruktur für weitere Cyberattacken zu missbrauchen.

Stadt will mit Abschaltung vorbeugen

Um eine solche Kompromittierung zu verhindern, habe man die Seiten abgeschaltet, teilte die Landeshauptstadt mit. Das erforderliche Sicherheitsupdate wird demnach bereits installiert. Sobald die Schwachstelle geschlossen ist, sollen die Internetauftritte wieder erreichbar sein - voraussichtlich am Donnerstag.

Quelle: dpa

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