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ThüringenDeutlich weniger Borreliose-Fälle in Thüringen

20.10.2026, 04:02 Uhr
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Zecken können Krankheiten übertragen: Borreliose oder FSME. Das sind die aktuellen Zahlen der Erkrankungen in Thüringen.

Erfurt (dpa/th) - In Thüringen sind in diesem Jahr bislang weniger Borreliose-Infektionen durch Zecken übertragen worden als im Vorjahreszeitraum. Bis zum Ablauf der 41. Kalenderwoche (11. Oktober) wurden 385 Lyme-Borreliose-Infektionen gemeldet, wie das Thüringer Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte. 2025 waren es bis zu diesem Zeitpunkt 533 Borreliose-Fälle, erklärte das Ministerium mit Verweis auf Zahlen des Landesamts für Verbraucherschutz.

Die Fallzahlen der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) veränderten sich hingegen kaum. Demnach wurden dem Landesamt für Verbraucherschutz bis zum Stichtag elf FSME-Infektionen gemeldet, eine mehr als im Vorjahreszeitraum.

Wo es die meisten Borreliose-Fälle gab

Wie sich die Erkrankungszahlen entwickeln, hängt nach Beobachtung der Experten etwa davon ab, ob Zecken durch höhere Temperaturen und feuchtes Klima gelockt werden. Trockenheit führt dem Robert Koch-Institut zufolge zu einer geringeren Zeckendichte.

Die Erkrankungen schwanken auch nach Region. So meldeten unter anderem der Saale-Orla-Kreis und der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt die meisten Borreliose-Fälle, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Antibiotika gegen Borreliose

FSME macht sich zunächst durch grippeähnliche Symptome bemerkbar. In schweren Fällen kann es zur Entzündung von Hirnhäuten, Gehirngewebe und Rückenmark kommen. Gegen FSME gibt es keine spezielle Therapie. Ärzte raten deshalb zu einer Impfung.

Borreliose kann hingegen mit Antibiotika behandelt werden. Typisch für eine Infektion ist eine kreisförmige Hautrötung um die Einstichstelle. Symptome sind Müdigkeit, Fieber oder grippeähnliche Beschwerden. Wenn die Erkrankung nicht behandelt wird, können sich Gelenke, Herzmuskel oder Nervensystem entzünden.

Quelle: dpa

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